3.4 Wann professionelle Hilfe notwendig ist
Zwar lässt sich eine milde bis mäßige Befallslast in aller Regel sehr gut mit Schlupfwespen behandeln, jedoch kommen auch die Nützlinge irgendwann an ihre Grenzen:
Sollte ein Befall sehr stark ausgeprägt sein oder die Herde an einem unzugänglichen Ort liegen, dann kann der Kontakt zu einem professionellen Schädlingsbekämpfer ratsam sein. Dieser steht Ihnen auch zur Seite, wenn sich der Befall nicht zweifelsfrei identifizieren lässt, wenn es sich um einen anderen Schädling handelt, oder wenn mehrere Anwendungen mit Schlupfwespen auch nach intensiver Beratung nicht den gewünschten Erfolg zeigen.
3.5 Prävention: Zukünftigen Befall vermeiden
Nicht nur, wer einmal einen Befall erlebt hat, ist sich sicher: Das muss wirklich nicht sein! Wie kann man also einem (erneuten) Befall zuverlässig vorbeugen, damit dieser Schrecken zuverlässig der Vergangenheit angehört?
1. Blinder Passagier:
In aller Regel schleppen wir die Eier der Lebensmittelmotte in kontaminierten Lebensmitteln aus dem Supermarkt ein. Da die Eier selbst so unscheinbar sind, ist es kaum möglich, dies im ersten Schritt zu vermeiden. Jedoch ist es möglich, eventuellen Motteneiern den Einzug in den eigenen Haushalt doch noch streitig zu machen! Das bringt uns zu Punkt zwei:
2. Die Lagerhaltung
In aller Regel haften die Motteneier an der Verpackung unserer Lebensmittel an, anstatt dem Lebensmittel selbst. Es empfiehlt sich daher grundsätzlich - während einer Behandlung mit Schlupfwespen, sowie zur Befallsprävention - auf die mottensichere Lagerhaltung zurückzugreifen:
Bei diesem Vorgehen werden die Lebensmittel umgehend nach dem Einkauf von der Verpackung getrennt und in mottensichere Hartplastik- oder Glascontainer mit Gummidichtung gegeben. Schraubgläser oder Folien eignen sich hier nicht.
Die Verpackungen sollten dann zügig entsorgt werden, um einem eventuellen Ausschlupf der Schädlinge zuvorzukommen.
3. Befall erkennen:
Über die mottensichere Lagerhaltung wird einem Einzug der Lebensmittelmotte bereits effektiv entgegengewirkt. Und sollte es doch einmal zu einem Befall an einem Produkt selbst gekommen sein? Kein Problem!
Dank der mottensicheren Lagerung findet der Befall isoliert innerhalb eines einzigen Containers statt. Somit kann das betroffene Lebensmittel nachhaltig entsorgt werden, bevor sich der Befall auf andere Bereiche ausbreiten und damit im Haushalt festsetzen könnte.
Das war's? Noch nicht ganz:
In sehr seltenen Fällen wäre auch ein Einflug der Lebensmittelmotte von außen denkbar. Dies ist jedoch eher in den Sommermonaten und in ländlichen Regionen der Fall, wo die Lebensmittelmotte im Freien durch Obstwiesen, Nussbäume und Getreidefelder ausreichend Nahrungsangebot findet. In diesem Fall verirrt sich die Motte also eher in unseren Haushalt, als dass sie es auf unsere Vorratskammer abgesehen hätte.
Um das Risiko eines Einfluss aus dem Freien zu minimieren, empfehlen sich in entsprechenden Regionen Fliegengitter an den Fenstern und/oder der Verzicht auf offene Fenster während der Dämmerung in mottenaktiven Monaten.